Bücherei in Zahlen

Die evangelischen Büchereien - Berichtsjahr 2009
An der Erhebung der Jahresstatistik für das Jahr 2009 haben sich wiederum fast alle evangelischen Büchereien beteiligt. Diese Zahlen dokumentieren damit einen Teil der Kultur- und Bildungsarbeit der evangelischen Kirche des letzten Jathres.
561.952 Stunden ehrenamtliches Engagement
5.914 (2008 waren es 5801) ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagierten sich letztes Jahr an 561.952 Stunden, dies ist eine nochmalige Steigerung um 1,34 % im Vergleich zum Vorjahr, eine beachtliches Engagement für ehrenamtliche Mitarbeitende. Hierbei lässt sich noch anmerken, dass diese Zahlen nur einen Ausschnitt der ehrenamtlichen Arbeit zeigen, die zahlreichen Gespräche in der Bücherei oder am Krankenbett nicht in Zahlen abgebildet werden, diese Leistung ist nicht messbar. Die positive Entwicklung, die auch die unten abgebildete Grafik zeigt, belegt die Lebendigkeit der Büchereiarbeit, denn für diesen Bereich müssen jedes Jahr neue Ehrenamtliche gewonnen werden, da die gesellschaftlichen Veränderungen heutzutage oft zu einem kürzeren ehrenamtlichen Engagement führen.
Die Zahl der Büchereien, die sich an der Jahresstatistik beteiligen, hat sich stabilisiert seit fünf Jahren hat sich die Zahl um die 920 Büchereien eingependelt. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass fasst 10 % der Öffentlichen Bibliotheken im Bundesgebiet von Seiten der Evangelischen Kirche unterhalten werden. Ähnliche Trends in punkto Stabilität sind bei den Erwerbungsmitteln, bei den Medienbeständen und bei den Ausleihen erkennbar, hier sind seit fünf Jahren keine gravierenden Abweichungen festzustellen, die Zahlen sind in etwa gleich geblieben.

- Die Grafik zeigt die Entwicklung der Zahl der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den letzten Jahren. Stand Juni 2010
Steigerung der Veranstaltungsarbeit
Unverändert steigt in der evangelischen Büchereiarbeit die Veranstaltungsarbeit. Auch im vergangenen Jahr konnte die Zahl der Veranstaltungen nochmals um 7, 5 % ausgebaut werden. Die Zahl von 10000 konnte mit 10.384 damit gut überschritten werden, das heißt täglich fanden mindestens 10 Veranstaltungen statt. Die Weiterbildungsangebote einiger landeskirchlichen Fachstellen zur Leseförderung tragen sicherlich zum einen dazu bei, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fit für diese wichtige Aufgabe zu machen, zum anderen haben die zahlreichen Veranstaltungen im Rahmen der deutschen Bibliothekskampagne „Deutschland liest - Treffpunkt Bibliothek“, die auch wieder vom 24. – 31. Oktober stattfanden und andere landesweite Aktionen einiger Bundesländer zu dieser Steigerung geführt. Das Spektrum der Veranstaltungen reicht von A, wie Ausstellungen und Autorenlesungen, über B, wie Bilderbuchkino, Buchvorstellungen, über Flohmärkte, Literaturgesprächskreise, Vorlesenachmittage bis zu Z wie Zaubern. Bei dieser Aufgabe können die Büchereiteams ihre gesamte Kreativität und Ideen mit einbringen. Diesem Aufgabenfeld „Leseförderung und Veranstaltungsarbeit“ wird auch zukünftig eine wichtige Bedeutung innerhalb der evangelischen Kirche beigemessen.
Ebenso sei an dieser Stelle noch einmal allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern herzlich gedankt, die mit der pünktlichen Abgabe der statistischen Daten dazu beigetragen haben, ein möglichst umfassendes Bild über die evangelische Büchereiarbeit in Deutschland zu erhalten. Der Dank gilt zugleich desweiteren allen, die sich für die evangelischen Büchereien und damit für die Erfüllung des kulturellen Auftrages und des Bildungsauftrages der Kirche engagieren.
Das Evangelische Literaturportal koordiniert und leitet die Gesamtstatistik aller evangelischen Büchereien an das Hochschulbibliothekszentrum (HBZ) in Köln weiter. Dort ist in der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS), die Statistik für alle deutsche Bibliotheken zu finden. Die DBS sammelt und dokumentiert alle notwendigen Angaben über öffentliche Bibliotheken aller Träger in Deutschland. Sie enthält alle Kennzahlen in den Bereichen Ausstattung, Bestand, Entleihungen, Ausgaben, Finanzen und Personal. Diese Statistik (die so genannte DBS) ist unter www.bibliotheksstatistik.de zu erreichen.



