Bücherei in Zahlen

Die evangelischen öffentlichen Büchereien in Zahlen

Büchereien sind ein Ort der Kommunikation und ein wichtiger Aufenthaltsort und Begegnungsort in der Gemeinde, eine Ort im Sinne von „Bibliothek für alle“. Dies wird durch die Besucher*innenzahlen und Lesr*innenzahlen, die letztes Jahr sogar zugenommen haben,  zunehmend deutlicher, ca. 1,6 Millionen Besuche können die Evangelisch- öffentlichen Büchereien verzeichnen. Büchereien sind mehr als als Orte der Medien-Ausleihe, sie werden genutzt zur Information, zum regelmäßigen Austausch, zum Gespräch, sie tragen zur Gemeinschaft bei und sind ein guter „Türöffner“ zur Gemeinde.

Evangelische Büchereien bieten ein ausgewähltes Angebot an Büchern und Medien, die Nutzung dieses Angebotes wird nachfolgend dokumentiert.

2018 gab es 752 meldende Büchereien, die die Daten für die Deutsche Bibliotheksstatistik übermittelten, dies sind 22 weniger als 2017.

Insgesamt sind die evangelischen Büchereien zusammen mit den katholischen Büchereien mit über 4000 Statistik meldenden Büchereien ein wesentlicher Bestandteil des öffentlichen Bibliothekswesens in der Bundesrepublik Deutschland. Die kirchlichen Büchereien umfassen rund 50 % der öffentlichen Bibliotheken aus. Evangelische öffentliche Büchereien tragen mit ihrer Arbeit dazu bei, eine flächendeckende Medienversorgung aufrecht zu erhalten. Das bedeutet u.a. auch, dass in einigen Regionen evangelische Büchereien die einzigen Einrichtungen dieser Art sind.

Es wurden ca. 2,2 Millionen Medien zur Ausleihe angeboten: Kinderliteratur, Kindersachbücher, Romane, Hörbücher, DVDs, Spiele, E-Books und anderes mehr. Die Zahl der Entleihungen hält sich auf einem guten Niveau: 2,57 Millionen, ein Rückgang von 1,5 %. Dieser fällt - trotz mancher anderslautender Trendmeldungen - geringer aus als in letzten Jahren.

Leser*innen bis 12 Jahre machen etwa 40% der „Aktiven“ aus. Hier liegt der Schwerpunkt evangelischer Büchereien. Dies drückt sich auch in der Veranstaltungsarbeit aus. Im vergangenen Jahr fanden 10.559 Veranstaltungen statt, davon über 5500 für Kinder. Bundesweit gab es 2018 in evangelischen öffentlichen Büchereien pro Tag durchschnittlich 29 Veranstaltungen.

5261 Mitarbeiter*innen engagieren sich in evangelischen öffentlichen Büchereien für Lese- und Literaturförderung ein. Mit jährlich 516.591 Stunden engagierten sich Ehrenamtliche in evangelischen Büchereien auf einem hohen Niveau. Dieser Einsatz von ehrenamtlichen Mitarbeitenden ist seit Jahrzehnten konstant, wie die Erhebungen der letzten 25 Jahre zeigen.

Diese DBS-Zahlen stellen nur einen Teil der Arbeit vor Ort dar. Büchereien – auch im Krankenhaus - sind daneben Orte der Begegnung und der Seelsorge, sie bieten Gelegenheit zum Gespräch über Literatur aber auch über Alltagsprobleme und vermitteln Kontakte zur Seelsorge.

Büchereimitarbeiter*innen gehören meist nicht zum inneren Kreis der Gemeinde, sie sind aber offen für Kontakte und Gespräche mit der Kirche fernstehenden Menschen und damit zunehmend wichtige Türöffner für die Gemeinde.

Homepage und Bibliothekssoftware

Viele Büchereien haben eine attraktive Homepage bzw. sind mit ihrer Kirchengemeinde verknüpft, auf der sie ihre Neuigkeiten veröffent­lichen, immer mehr Büchereien planen Online-Kataloge oder bieten diese an.

Schauen Sie einfach mal rein z.B. unter

DBS

Die Daten der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) dokumentieren die Arbeit der Evangelischen Büchereiarbeit in Deutschland, dazu werden die Zahlen parallel in der DBS abgebildet. Die Zahlen aller deutschen Bibliotheken werden hier veröffentlicht. Dies ist Teil der Kooperation aller Bibliotheken in der Bundesrepublik Deutschland. Durch die Mitarbeit des Literaturportals an der DBS Steuerungsgruppe ÖB, diese Gruppe, die eng mit der DBS-Redaktion zusammenarbeitet, werden einheitliche Definitionen und Standards für alle Bibliotheken in Deutschland festgelegt. Schauen Sie einfach mal rein unter:
www.bibliotheksstatistik.de